Traurige Giraffe und glücklicher Löwe

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Paul ist wieder beim Abendessen abgelenkt und dreht sich zum Kühlschrank um.

Paul: „Die Giraffe ist traurig.“

Papa: „Aha, wieso denn das?“

Paul: „Die hat keinen Mund! Der Löwe hat einen, der ist glücklich. “

Logisch oder? Die Welt kann so simpel und lustig sein.

Seit langem komme ich mal wieder zum Schreiben. Grund der Blockade war schlicht und ergreifend: die Arbeit. Neue Abteilung, mehr Verantwortung und jede Menge Veränderungen. Leider sind dafür andere Dinge in den Hintergrund getreten.

Mama ihr Bauch wird immer größer und ich hab das Gefühl ich kann mich gar nicht richtig damit beschäftigten. Immer wieder streckt der kleine Mann uns ein Körperteil entgegen und meldet sich. Bei den beiden Zwergen konnte ich mich mehr mit der großen Kugel beschäftigen, aber wir haben hier auch zwei kleine Gangster die unsere Wohnung regelmäßig umgestalten und täglich ihrer Phantasie freien Lauf lassen.

Die beiden räumen schon richtig schön mit uns auf, leider darf man sich nicht umdrehen…denn wenn Martina und Paul sich einig sind haben Mama und Papa verloren. Ich denke sie werden diesen Aspekt der gemeinsamen Rebellion in naher Zukunft weiter ausbauen. Zu mindestens stellt Marina gerade fest das sie Paul zu einigen Dingen anstiften kann. Im Moment macht sie es noch während wir daneben stehen und zuhören. Bald macht sie es heimlich…

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Gerade genießen wir unsere Nächte zu 4. im Bett, dank mehrerer verschnupfter Nasen können wir gerade viel kuscheln. Ich liebe meine beiden kleinen Teufel, danke an euch, es wird einfach nie langweilig!

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Camping

Unser (eigentlich) erster Familienurlaub hat uns nach Dänemark geführt. Mit dem Bulli ging es in zwei Etappen nach Samso (wird etwas anders geschrieben, aber ich finde einfach nicht das gestrichene o…). Im Gepäck hatten wir natürlich viel Zeit, viel gute Laune und viel zu viele Klamotten (außer langen Hosen für Papa…). Wenn ich in den Sommerurlaub fahre nehme ich keine langen Hosen mit, blöd nur wenn der Sommer das nicht weiß.

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Wir lassen Steine springen am Dreezsee. Durchschnittliches Auftippen auf dem Wasser: 1x

Der erste Stop brachte uns an den Dreezsee, um ein paar Freunde auf dem Zeltplatz zu treffen. Die Lehre aus dem ersten Teil der Strecke ließ nicht lange auf sich warten. Kinder hinten, Mama und Papa vorn und keine Möglichkeit zur Interaktion führt zwangsläufig zu unmotivierten Kindern. Dennoch haben die beiden die Fahrt gut gemeistert. Trotz gefühlt frostigen Temperaturen haben wir eine kleine Wanderung (ja, 500 meter im Wald zähle ich als Wanderung) unternommen und auf dem Zeltplatz haben Paul und Marina die Hüpfburg für sich entdeckt. Ich glaube Paul hätte darauf auch Mittagsschlaf gemacht!

Zweiter Zeltplatz war in „Als“ in Dänemark. Ich glaub es waren gut 8 Stunden im Auto, natürlich mit kleinen Pausen und Beifahrerwechsel. Der Platz im Fahrerhaus war immer sehr begehrt, diente aber meistens schon nach kurzer Zeit als Schlafplatz. Der Bulli schaffte nur noch 95 km/h, also haben wir etwas länger gebraucht. Hier sind wir auch auf Omi und Opi gestoßen und schon bald zum Endziel nach Samso aufgebrochen.

Der Zeltplatz war wirklich schön und wir mussten nur zweimal umfallen um am Strand zu liegen. Die beiden hatten sich natürlich riesig auf Omi und Opi gefreut und haben auch auf dem Heimweg noch viel davon erzählt!urlaub 2

Immer sehr beliebt: Muscheln sammeln mit Omi, Steine ins Wasser werfen, Schaukeln (schon fast wie atmen) und natürlich Bücher anschauen!

Aber wir haben auch gemerkt das bei den kleinen Köpfen irgendwann die Erlebnisschwelle erreicht ist. Strand, Meer, Wohnmobil, Ausflüge, Camping, unregelmäßiger Tag…irgendwann kommt auch die Verwirrung durch.

Bald steht uns die nächste kleine Weltreise in den Süden von Deutschland ins Haus, Familientreffen, ich freue mich schon drauf und bin gespannt was Paul und Marina zu der ganzen Sippe sagen!

„Mama ist wanger!“

Training ist oft nicht alles. Wenn das Lampenfieber kommt, kann auch der beste Gedankensportler nichts mehr machen. Tage lang habe ich es mit den beiden geübt. Funktioniert hatte es wie geschmiert, bei der Frage: „Was ist die Mama?“, haben beide wie aus der Pistole geantwortet:“Mama ist wanger!“. Als ich dann bei der feierlichen Verkündung am Kaffeetisch die beiden Frage: „Was ist die Mama?“, schauen sie mich an als hätte ich sie nach einer schwierigen Formel gefragt. Marina antwortet nach einem kurzen Moment: „Mama Maria heißt“. Oma und Opa schauen mich fragend an…

Bei den Trockenübungen hatte es immer geklappt, die Mama ist schwanger!

Seit drei Monaten sind wir etwas von uschallder Rolle, auch wenn alles geplant war. Für Maria ist es vielleicht noch etwas greifbarer, bei mir wird die Erkenntnis wahrscheinlich etwas verzögert einsetzen. Marina und Paul wissen auch schon bescheid, damit die Hopseburg Mama nicht mehr so genutzt werden kann, haben wir sie schon recht früh aufgeklärt.

Beim letzten Ultraschall konnte ich mir das kleine Würmchen auf dem Bildschirm anschauen, ein kleiner Zwerg im Schneidersitz und tastet nach seiner Nase. Alles ist dran! Arme, Beine, Kopf (mit Füllung) und lässt sich schön treiben. Die Zeit vergeht nun gefühlt noch schneller und in einem halben Jahr haben wir eine neue Person in unserer Wohnung!

Ich freue mich jetzt schon auf die Elternzeit!

 

Mama auf Tour

Zwei kleine Zwerge und eine Mama standen am Bahnhof und machten sich auf eine weite Reise zur Omi Tine. Seltsamerweise hatten zwei von ihnen ein Kleidchen an und die Mama eine Hose…

7.30 Uhr, der Wecker klingelt. Abfahrt am Bahnhof ist 9.45 Uhr, also noch genügend Zeit zum Anziehen und frühstücken. Alle sind natürlich etwas verschlafen und wollen erst einmal in der Realität ankommen. Die beiden kleinsten landen auf der Wickelkomode und werden angezogen.

Mama sagt: „Heut fahren wir zur Omi Tine, mit dem Zug! Na, für die Omi ziehen wir der Marina mal ein Kleidchen an.“. Und was sagt Paul dazu: „Paul auch Kleidchen anziehen.“, zieht dabei eine Schmolllippe und schaut ganz traurig drein. Mama schaut mich an, ich zucke mit den Schultern: „Ach scheiß drauf!“.

Paul bekommt das schöne Kleidchen mit den Tieren drauf und freut sich, Marina natürlich auch! Für alle Beteiligten ist es wie immer, ich muss immer mal schmunzeln, wenn ich Paul in seinem neuen Outfit durch die Wohnung laufen sehe.

Warum machen wir dann in unserem Alltag so eine große Sache daraus? „Wie, ihr zieht eurem Sohn ein Kleid an?“. Ja klar, wenn er es anziehen will! Bei unserer Tochter fällt auch keiner vom Stuhl wenn sie eine Hose trägt…

Wieso müssen wir unsere Kinder in ihre vorgefertigten Rollen zwängen? Warum bekommt Marina kein Buch über Bagger und Kräne geschenkt und wieso rollt oftmals die ältere Generation mit den Augen, wenn mein Sohn ein Kleid trägt?

Manchmal hab ich bisschen Bauchschmerzen bei dem Gedanken daran, dass ich meinen Kindern erklären muss, warum unsere Gesellschaft oft so kleinkariert sein kann.

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Auf der Überholspur

Kinderhelme kaufen…ein Erlebnis! Marina und Paul hatten mehr Interesse an der Wühlkiste für Fahrradklingeln, die stehen taktischer Weise natürlich auch direkt bei den Kinderhelmen. Nach Anproben und der schwierigen Wahl der Farbe wollten die beiden die Helme natürlich nicht mehr abnehmen. Viele Kinder habe ich beim Spaziergang noch nicht mit Helm gesehen! Aber wir waren gesichert und konnten ohne Bedenken auf den Spielplatz rutschen gehen!

Am nächsten Tag haben wir uns eine kleine Überraschung erlaubt, die Kinder in den Wagen gesetzt, Sie unterwegs schlafen lassen und heimlich die Laufräder eingepackt.

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Eine schöne Stelle im Wald gefunden und die beiden durften ihre Laufräder einmal probesitzen und eine Runde fahren…weit sind sie nicht gekommen. Paul stand ganz stolz neben seinem Laufrad und konnte sich zu Beginn gar nicht bewegen, er war total fasziniert. Marina legte ihr Rad schon nach wenigen Minuten hin und sagt: „Marina pause machen.“. Aber Paul war Feuer und Flamme. Schwierig wurde es ihm das Rad wieder abzunehmen, aber wir konnten uns auf ein paar Trockenübungen im Flur zuhause einigen.

Papa zeigte noch im Wald was man alles für tolle Stunts mit dem Rad machen kann…ich liebe es mich für die zwei zum Idioten zu machen! Paul war ganz offen für meine total schwierigen Kunststücke mit dem Laufrad, Marina war schon an Mama ihrem Hosenbein gekettet…sie hatte gehört wir gehen noch einkaufen und wollte los…aber die kleine wird sich auch noch dazu aufraffen wenn Paul mit seinem Rad los rollt!

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